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Kardobenediktenkraut

Kardobenediktenkraut, ©Stephan Becker, Brüssow

Name dt.

Kardobenediktenkraut

 

Name lat.

Herba Cardui benedicti

 

Familie dt., lat.

Korbblütengewächse; Asteraceae

 

Verwendung

bei Magenleiden, Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, bei Leber- und Nierenleiden, in der Wundbehandlung, in größerer Dosierung brechreizerregend, bei Harnbeschwerden, bei Fieber

 

Medizinische Wirkung

sekretolytisch (Magensaftsekretion steigt), antiseptisch, fiebersenkend, harntreibend, kräftigend, verdauungsfördernd

 

Verhalten, Eigenschaften bei der Destillation

erste Fraktionen schwach blumig, letztere etwas an Johannisbrot erinnernd, Bitterstoff geht nicht in Destillat über, daher Destillation nicht zu empfehlen

 

Verhalten, Eigenschaften bei der Mazeration

schwach aromatisch, etwas blumig (schwacher Thujoncharakter), adstringierend, stark bitter; als Mazerat für zahlreiche Bittere, Bitter- und Kräuterliköre sehr gut geeignet

 

Inhaltsstoffe

Bitterstoffe, ätherisches Öl, Flavonoide, Gerbstoffe, Harz, Schleim, viel Kalium, Calcium und Magnesium

 

Herkunft/Anbaugebiete

ist in Europa bis Transkaukasien, im Iran und Syrien heimisch; wird in Deutschland (Thüringen) kultiviert

 

Geschmack/Geruch

Geschmack: bitter

 

Synonym/volkskundlicher Name

Bitterdistelkraut, Spinnendistelkraut, Distelkraut

 

Sonstiges

Bitterstoffdroge, im Mittelalter wurde es gegen die Pest verwendet

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